Über Komfort & Selbstpflege
Eine Nagelpilz-Behandlung mit wirkstoffhaltigem Lack oder Tabletten dauert 9 bis 12 Monate, manchmal länger. In dieser Zeit zählt Fußkomfort: Trockene Fersen, tiefe Schrunden und empfindliche Haut an der Nagelfalz machen die tägliche Fußpflege unnötig beschwerlich. Geschmeidige Haut heilt zudem besser, wenn beim Schneiden oder Feilen eines verdickten Nagels kleine Verletzungen entstehen. Bei Diabetes, wo Wunden oft langsamer heilen, ist gute Hautpflege besonders wichtig.
Wir führen drei Komfort-Kategorien. Fußcremes mit Urea (Harnstoff) sind das Mittel der Wahl bei trockener Haut und Hornhaut. Übliche Konzentrationen reichen von 5 bis 25 Prozent: 5 Prozent für die tägliche Pflege, 10 Prozent bei deutlicher Trockenheit, 25 Prozent für tiefe Schrunden. Höhere Konzentrationen können auf offener Haut brennen.
Fußbäder mit Badesalz oder Magnesiumsulfat machen verdickte Nägel weicher, bevor Sie schneiden oder feilen. Ein lauwarmes Fußbad von 10 bis 15 Minuten genügt. Trocknen Sie danach die Haut zwischen den Zehen gründlich ab — sonst fördern Sie gerade das Pilzwachstum.
Nagelöl mit Teebaum-, Argan- oder Jojobaöl pflegt die Haut rund um den Nagel. Teebaumöl zeigt im Labor antimikrobielle Eigenschaften, der klinische Nachweis gegen eine bestehende Nagelpilzinfektion ist jedoch begrenzt — mehr dazu unter Teebaumöl gegen Nagelpilz. Verwenden Sie Nagelöl deshalb als kosmetische Pflege, nicht als Ersatz für geprüfte Mittel. Wichtig: Ein Fußbad, eine Fußcreme oder ein Nagelöl behandelt keine Onychomykose. Wer diese Produkte anstelle von medizinischem Nagellack oder Tabletten einsetzt, verliert wertvolle Behandlungszeit. Kombinieren Sie Komfortprodukte immer mit einer geprüften Behandlung oder mit konsequenter Hygiene.